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Nach den Vorgaben des Gesetzes zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten in Steuersachen (Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz - FKAustG) werden Informationen über Finanzkonten in Steuersachen erstmalig zum 30. September 2017 zwischen dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) und der zuständigen Behörde des jeweils anderen Staates im Sinne des § 1 Absatz 1 FKAustG automatisch ausgetauscht (§ 27 Absatz 1 FKAustG).
Dem BZSt sind hierfür von den meldenden Finanzinstituten die Finanzkontendaten zu den meldepflichtigen Konten nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz elektronisch im Wege der Datenfernübertragung erstmals zum 31. Juli 2017 zu übermitteln (§ 27 Absatz 2 FKAustG).
Zu den Staaten im Sinne des § 1 Absatz 1 FKAustG, mit denen der automatische Austausch von Informationen über Finanzkonten in Steuersachen erfolgt, zählen 1. Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgrund der Richtlinie 2011/16/EU des Rates vom 15. Februar 2011 über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich der Besteuerung und zur Aufhebung der Richtlinie 77/799/EWG (ABl. L 64 vom 11. März 2011, Seite 1; Amtshilferichtlinie) in der Fassung der Richtlinie 2014/107/EU (ABl. L 359 vom 16. Dezember 2014, Seite 1), 2. Drittstaaten, die Vertragsparteien der von der Bundesrepublik Deutschland in Berlin unterzeichneten Mehrseitigen Vereinbarung vom 29. Oktober 2014 zwischen den zuständigen Behörden über den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten (BGBl. 2015 II Seiten 1630, 1632) sind und diese in ihr nationales Recht verpflichtend aufgenommen haben sowie Vertragsparteien des Übereinkommens über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen (BGBl. 2015 II Seiten 966, 967) sind und die gewährleisten, dass sie die Voraussetzungen des § 7 Absatz 1, insbesondere Buchstabe e der Mehrseitigen Vereinbarung vom 29. Oktober 2014 zwischen den zuständigen Behörden über den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten erfüllen, 3. Drittstaaten, die Verträge mit der Europäischen Union zur Vereinbarung des automatischen Austauschs von Informationen über Finanzkonten im Sinne der unter Nummer 1 angeführten Richtlinie 2014/107/EU (ABl. L 359 vom 16. Dezember 2014, Seite 1) geschlossen haben, sowie 4. Drittstaaten, mit denen die Bundesrepublik Deutschland ein Abkommen über den steuerlichen Informationsaustausch geschlossen hat, nach dem ein automatischer Austausch von Informationen vereinbart werden kann.
Hiermit werden die Staaten im Sinne des § 1 Absatz 1 FKAustG bekannt gegeben, mit denen der erste automatische Datenaustausch zum 30. September 2017 erfolgt und für welche die meldenden Finanzinstitute Finanzkontendaten erstmals zum 31. Juli 2017 dem BZSt zu übermitteln haben (finale FKAustG-Staatenaustauschliste 2017).
Für den Datenaustausch zum 30. September 2018 wird eine neue FKAustG-Staatenaustauschliste 2018 im Rahmen eines weiteren BMF-Schreibens bekannt gegeben.
Die finale FKAustG-Staatenaustauschliste 2017 wird nachfolgend dargestellt und steht auf der Internetseite des BZSt unter www.bzst.bund.de zur Ansicht und zum Abruf bereit.
Finale FKAustG-Staatenaustauschliste 2017
Nr. Staaten im Sinne des § 1 Absatz 1 FKAustG mit Rechtsgrundlage nach automatischem Informationsaustausch § 1 Absatz 1 FKAustG zum 30. September 2017 1. Anguilla¹) § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 2. Argentinien § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 3. Belgien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 4. Bermuda¹) § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 5. British Virgin Islands¹) § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 6. Bulgarien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 7. Cayman Islands¹) § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 8. Dänemark § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 9. Estland § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 10. Färöer § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 11. Finnland § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 12. Frankreich²) § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 13. Gibraltar § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 14. Griechenland § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 15. Grönland § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 16. Großbritannien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 17. Guernsey § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 18. Indien § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 19. Irland § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 20. Island § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 21. Isle of Man § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 22. Italien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 23. Jersey § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 24. Kolumbien § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 25. Korea, Republik § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 26. Kroatien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 27. Lettland § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 28. Liechtenstein § 1 Absatz 1 Nummer 3 FKAustG 29. Litauen § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 30. Luxemburg § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 31. Malta § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 32. Mexiko § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 33. Montserrat¹) § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 34. Niederlande³) § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 35. Norwegen § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 36. Österreich § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 37. Polen § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 38. Portugal § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 39. Rumänien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 40. San Marino § 1 Absatz 1 Nummer 3 FKAustG 41. Schweden § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 42. Seychellen § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 43. Slowakei § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 44. Slowenien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 45. Spanien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 46. Südafrika § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 47. Tschechien § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 48. Turks- und Caicosinseln¹) § 1 Absatz 1 Nummer 2 FKAustG 49. Ungarn § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG 50. Zypern § 1 Absatz 1 Nummer 1 FKAustG ¹) Aufgrund einer Notifikation dieses Staates gemäß § 7 Absatz 1 Buchstabe b der Mehrseitigen Vereinbarung vom 29. Oktober 2014 zwischen den zuständigen Behörden über den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten übermittelt die Bundesrepublik Deutschland nach § 2 Absatz 1.2 dieser Mehrseitigen Vereinbarung keine Finanzkonteninformationen an diesen Staat, erhält jedoch Finanzkonteninformationen von diesem. Deshalb sind auch in diesem Fall bis auf weiteres keine Finanzkontendaten durch meldende Finanzinstitute dem BZSt gemäß § 5 Absatz 1 FKAustG zu übermitteln. ²) Hierzu zählen auch Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Réunion und Saint-Barthélemy. ³) Hierzu zählen auch Bonaire, Sint Eustatius und Saba.
Dieses Schreiben steht ab sofort für eine Übergangsfrist auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen unter der Rubrik Themen – Steuern – Internationales Steuerrecht zur Ansicht und zum Abruf bereit.
Verwaltungsvorschrift, maschinell aufbereitet. Keine Rechtsnorm — bindet nur die Verwaltung selbst. Maßgeblich ist die amtliche Bekanntmachung.