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VerwaltungsvorschriftenMinisterium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und VerbraucherschutzRichtlinien des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft für den 24. Landeswettbewerb 2012 "Unser Dorf hat Zukunft"

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Richtlinien des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft für den 24. Landeswettbewerb 2012 "Unser Dorf hat Zukunft"

Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz · vom 2011-01-01

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134 Amtsblatt des Saarlandes vom 3. Februar 2011 C. Amtliche Bekanntmachungen Bekanntmachungen von Gerichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 Bekanntmachungen von Liquidationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 Bekanntmachungen von Banken und Sparkassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 Bekanntmachungen von öffentlichen Ausschreibungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 Sonstige Bekanntmachungen ! "#$%&'())'%*+,( -#& .$#&)#+/0#,1'))# -#) 2''&3',-#) 45& -') 6'0& 7899 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146 ! :;#$%# <,-#&+,( -#& 2'%*+,( -#& .$#&)#+/0#,1'))# -#) 2''&3',-#) 5=#& -$# >&0#=+,( ?@, A#=50&#, für die Lagerung, Verarbeitung und endgültige Beseitigung von Falltieren — Falltier-Gebührensatzung —. Vom 22. Dezember 2010 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 ! >&)%# 2'%*+,( *+& <,-#&+,( -#& 2'%*+,( -#& B+0#(#0'3%)1'))# -#) 2''&3',-#)C D@E FC G#*#EH ber 2010 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 Hinweise zum Amtsblatt des Saarlandes Teil I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151 A. Amtliche Texte Richtlinien 157 Richtlinien des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft für den 24. Landeswettbewerb 2012 „Unser Dorf hat Zukunft“ Vom 21. Januar 2011 Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den 24. Bundeswettbewerb 2013 „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgelobt. Der Entscheidung auf Bundesebene sind Wettbewerbsrunden auf Landkreis- und Regionalverbandsebene im Jahr 2011 und auf Landesebene im Jahr 2012 vorgeschaltet. In Zusammenarbeit mit den Landkreisen des Saarlandes und dem Regionalverband Saarbrücken rufe ich 0$#&E$% *+& .#$3,'0E# 'E I',-#);#%%=#;#&= JK,)#& Dorf hat Zukunft“ für das Jahr 2012 auf. Bei der Durchführung des 24. Bundeswettbewerbs 2013 „Unser Dorf hat Zukunft“, wirkt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit den in den Ländern zuständigen Ministerien, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie Vertretern aus folgenden, im Bereich der dörflichen Entwicklung engagierten Behörden, Verbänden und Organisationen zusammen: — Bund Deutscher Landschaftsarchitekten e.V. (BDLA) — Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) — Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BdL) — Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. — Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) — Deutscher Bauernverband e.V. (DBV) — Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv) L G#+%)/0#& I',-1&#$)%'( MGI.N — Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V — Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) — Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) — Verband der Gartenbauvereine in Deutschland e.V. (VGiD) — Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH) — Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) 1. Inhalte und Ziele — Wozu dient dieser Wettbewerb? Ziel des Landes- bzw. des Bundeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ ist, die Menschen in den Dörfern zu motivieren, ihre Zukunftsperspektiven zu bestimmen und aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität in den ländlichen Räumen mitzuwirken. Bei der Bewertung der Dorfentwicklung stehen die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung und deren Realisierung unter Berücksichtigung der individuellen wirtschaftlichen, ökologiAmtsblatt des Saarlandes vom 3. Februar 2011 135 schen und sozialen Ausgangsbedingungen sowie der KE(',( E$% 1+3%+&#33#, .&'-$%$@,#, $E D@&-#&(&+,-C Besondere Anerkennung finden dabei die vielfältigen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft im Sinne der nachfolgend beschriebenen Bereiche. Kraft und Erfolg haben Dörfer, deren Bürgerinnen und Bürger sich vor Ort engagieren Der Dorfwettbewerb soll dazu beitragen, das Verständnis der Dorfbevölkerung für ihre eigenen Einflussmöglichkeiten zu stärken und dadurch die bürgerschaftliche Mitwirkung zu intensivieren. So kann der Wettbewerb hervorragende Beispiele dafür aufzeigen, wie es motivierten und engagierten Dorfbewohnern gemeinsam gelingt, sich ein lebenswertes Umfeld zu schaffen. Gemeinschaftliche Perspektiven entwickeln — Eigenkräfte stärken Die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie alle in der Gemeinde Verantwortlichen sollen durch den Wettbewerb motiviert werden, die individuellen Ausgangsbedingungen — Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken — ihres Ortes zu bestimmen. Darauf aufbauend sollen die Perspektiven für das Dorf gemeinschaftlich entwickelt und die Eigenkräfte gestärkt werden. Die vorhandenen Kräfte und Instrumente bündeln Wichtiger Erfolgsfaktor für die dörfliche Entwicklung ist der Gemeinsinn. Das Initiieren und Umsetzen von isolierten Einzelprojekten reicht allein nicht aus. Entscheidend für den Erfolg ist es, Synergieeffekte aus dem gemeinsamem Handeln zu nutzen. Große Bedeutung kommt dabei der Abstimmung zwischen den verschiedenen kommunalen und staatlichen Institutionen, Vereinen, und sonstigen Gruppierungen im Dorf sowie der überörtlichen Zusammenarbeit zu. Auf die verschiedenen Generationen im Dorf eingehen Die Interessen und Bedürfnisse der Menschen vor Ort zu berücksichtigen heißt, sich mit den Zukunftschancen der Kinder, Jugendlichen und insbesondere der Frauen auseinander zu setzen. In einer alternden Gesellschaft gilt es aber auch, das Engagement der älteren Bürgerinnen und Bürger in die Dorfentwicklung einzubeziehen und auf die veränderten Anforderungen in deren Lebensumfeld einzugehen. Die dörfliche Identität stärken Das soziale Miteinander zwischen den Generationen, Bevölkerungsgruppen, Alt- und Neubürgern, die Kommunikationskultur sowie eine entsprechende „soziale Infrastruktur“ lassen im Dorf Identität, soziale Geborgenheit und Vertrautheit – ein Heimatgefühl – entste0#,C 2$# )$,- ;$/0%$(#& .#$3 -#& J;#$/0#, 2%',-@&%- faktoren“, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Willkommen sind auch Initiativen, um Kinder und Jugendliche zu fördern, Familien zu entlasten, das „WirGefühl“ mit neuen Ansätzen und Projekten zu stärken oder den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern aus anderen Kulturkreisen voranzubringen. Natur und Umwelt — pflegen und erhalten Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft gilt es zu erhalten. Erholungsräume und Naturerlebnisse in unmittelbarer Nähe zu haben, sind zentrale Vorzüge ländlichen Lebens. Auch bedrohte Pflanzen+,- .$#&'&%#, +,- $0&# I#=#,)&O+E# *+ )/05%*#,P #&- höht die Lebensqualität im Dorf und kann Ausgangsbasis für wirtschaftliches Handeln sein. Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes, umweltfreundliche Verfahren der Landnutzung und Initiativen im Sinne der Agenda 21 können ebenfalls zur nachhaltigen Dorfentwicklung beitragen. Dabei gilt es, die natürlichen Ressourcen sinnvoll und nachhaltig zu nutzen. Im Landeswettbewerb 2012 werden die saarländischen Teilnehmer für den nachfolgenden 24. Bundeswettbewerb 2013 ermittelt. 2. Teilnahmebedingungen — Wer darf mitmachen? .#$3,'0E#=#&#/0%$(% )$,- &O+E3$/0 (#)/03@))#,# A#- meinden oder Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter mit bis zu 3.000 Einwohnern. Einschränkung der Teilnahme: Für Gemeinden oder Gemeindeteile, die eine Goldplakette im Bundesentscheid 2010 erhalten haben, ist die .#$3,'0E# ', -#, =#$-#, -'&'+4 4@3(#,-#, "+,-#)#,%- scheiden nicht möglich. G#& Q+))/03+)) ?@, -#& .#$3,'0E# 'E "+,-#)#,%- scheid bewirkt ebenso den Ausschluss vom vorausgehenden Landesentscheid. R#0E#, E#0& '3) 988 .#$3,#0E#& '+4 I',-1&#$)HSB#- gionalverbandsebene teil, können zwei Landessieger *+& .#$3,'0E# 'E "+,-#);#%%=#;#&= (#E#3-#% ;#&- den. 3. Bewertungskommission ! "#$%&'()*+,-(.)/$#01('2#$%*(2($( Zur Ermittlung der Sieger auf Landkreis-/ Regionalverbandsebene wird eine Bewertungskommission gebildet, deren sachkundige Mitglieder vom Landrat/Regionalverbandsdirektor berufen werden. ! "#$%(*(2($( Eine sachverständige Bewertungskommission, die vom Minister für Wirtschaft und Wissenschaft berufen wird, beurteilt die Leistungen der teilnehmenden Dörfer am Landesentscheid. Die Entscheidung dieser Kommission ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 4. Bewertungsrahmen — Was ist gefordert? Die Leistungen der Dörfer werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Ausgangslage und den individuellen Möglichkeiten der Einflussnahme bewertet. Es soll deutlich werden, welche Ziele sich die Bevölkerung für ihr Dorf gesetzt hat und was getan wurde, die136 Amtsblatt des Saarlandes vom 3. Februar 2011 se Ziele zu erreichen. Besonderer Wert wird dabei auf Maßnahmen und Aktivitäten der letzten Jahre gelegt. Leitbild und Entwicklungskonzepte: Was haben wir erreicht — Was wollen wir? Die Entwicklung des Dorfes in der Region wird beeinflusst durch neue Herausforderungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Ausgehend von einer realistischen Einschätzung der Ausgangssituation sollen die Dorfbewohner den notwendigen Anpassungsprozess aktiv mitgestalten. Von den Bürgerinnen und Bürgern sowie Kommunen gemeinsam entwickelte Leitbilder und Entwicklungsstrategien — Ideen, Konzepte und Planungen — für die Zukunft des Dorfes sollen dazu beitragen, den unverwechselbaren Dorf- und Landschaftscharakter zu erhalten, die wirtschaftlichen Potenziale zu nutzen und die Lebensqualität im Dorf im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zu verbessern. Die Einbindung der dörflichen Planungen in integrierte Entwicklungskonzepte spielt hier eine große Rolle. Besondere Bedeutung kommt der Zusammenarbeit zwischen den Dörfern der Region und zwischen den Planungsebenen zu. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiative: Was haben wir erreicht — Was wollen wir? Eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ist die Grundlage für prosperierende Dörfer. Daher gilt es, Initiativen der Bürgerinnen und Bürger, der Dorfgemeinschaft, der örtlichen Unternehmen sowie der Gemeinde zur Nutzung von Erwerbspotenzialen anzuregen. Hier sind insbesondere solche Aktivitäten im Dorf von Bedeutung, mit denen unternehmerische Eigeninitiativen unterstützt werden. Dazu gehören auch Maßnahmen zur nachhaltigen Energieversorgung. Soziale und kulturelle Aktivitäten: Was haben wir erreicht — Was wollen wir? Die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger bei der Gesamtentwicklung des Dorfes stärkt das soziale und kulturelle Zusammenleben und verbessert die Lebensqualität im Dorf. So können Angebote und Einrichtungen im sozialen, kulturellen, ökologischen und sportlichen Bereich das Gemeinschaftsleben und die Integration von Einzelpersonen oder Gruppen aller Altersstufen fördern. Beispielhaft stehen hierfür das Vereinsleben, soziale und kirchliche Einrichtungen, Selbsthilfeleistungen, Gemeinschaftsaktionen, interkulturelle Aktivitäten, Initiativen, die den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft unterstützen und für jede Altersgruppe eine Perspektive für das Leben im Dorf erhalten. Baugestaltung und -entwicklung: Was haben wir erreicht — Was wollen wir ? Baugestaltung und -entwicklung sowie raumsparendes Flächenmanagement sind wesentliche Elemente einer zukunftsorientierten Dorfentwicklung. Die Lebensund Wohnqualität eines Dorfes sowie sein Charakter werden maßgeblich durch die Erhaltung, Pflege und Entwicklung der ortsbildprägenden Bausubstanz mitbestimmt. Dabei gilt es, die bauliche Innenentwicklung zu bevorzugen, neue Gebäude dem historischen Orts- und Landschaftscharakter anzupassen und Baugebiete in Abstimmung mit den Nachbarkommunen zu planen. Unter Beachtung der regional- und ortstypischen Bauformen und -materialien sollten traditionelle und moderne Elemente sinnvoll verzahnt werden. Die Gestaltung der privaten und öffentlichen Frei- und Verkehrsflächen prägt nachhaltig das Bild des Dorfes. Eine nachhaltige Raum- und Siedlungsentwicklung verlangt unter anderem den sparsamen und effizienten Umgang mit vorhandenen Flächen und den Einsatz um;#3%4&#+,-3$/0#& T'%#&$'3$#, +,- .#/0,$1#,C 2@ %&O(% die Umnutzung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude zum Schutz der Ressourcen, zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und zu einer zukunftsfähigen Entwicklung der ländlichen Räume bei. Grüngestaltung und –entwicklung: Was haben wir erreicht —Was wollen wir? Das Grün im Dorf und die dörfliche Gartenkultur prägen wesentlich die regionaltypischen Ortsbilder sowie die Wohn- und Lebensqualität im Dorf. Die Vernetzung mit der umgebenden Landschaft und die Förderung vielfältiger naturnaher Lebensräume haben Einfluss auf den Naturhaushalt. Dabei sollte die regio,'3H +,- -@&4%UV$)/0# .$#&H +,- W43',*#,;#3% #&0'3%#, und entwickelt werden. Wesentliche Bedeutung für die Stärkung der Belange von Natur und Umwelt kommt dabei der Information und Motivierung der Bürger, der Initiierung von Eigenverantwortung und der Anregung zur aktiven Mitwirkung zu. Das Dorf in der Landschaft: Was wollen wir — Was haben wir erreicht ? Die Gestaltung einer vielfältigen Kulturlandschaft unter Berücksichtigung einer umweltfreundlichen Landnutzung trägt zur Sicherung des Naturhaushalts bei. Dabei sind die Einbindung des Dorfes in die Landschaft, die Gestaltung des Ortsrandes sowie die Erhaltung, Pflege und Entwicklung charakteristischer Landschaftsbestandteile und historischer Kulturlandschaftselemente zu beachten. Die Vielfalt an naturnahen Landschafts=#)%',-%#$3#,P ;$# X#/1#,P Y#3-(#0Z3*#,P .#$/0#,P Feuchtbiotopen sichert Lebensräume für Pflanzen und .$#&# +,- 1@EE% -#E G@&4 *+(+%#C D@& -#E X$,%#&- grund des Klimawandels sind dem Bodenschutz, dem Arten- und Biotopschutz sowie dem Erhalt der Moorstandorte besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Gesamturteil Diese sechs Fachbewertungsbereiche werden gewichtet und vor dem Hintergrund der Ausgangslage und Einflussmöglichkeiten des Dorfes auf seine künftige Entwicklung beurteilt. In allen Bereichen sollen dabei die eigenständigen Leistungen der Dorfbewohner bei der Entwicklung ihres Dorfes im Vordergrund stehen. Die Bewertungskommission berücksichtigt dabei die in der Anlage genannten Leitfragen. Um zu prüfen, ob die dargestellten Einzelmaßnahmen zu einem geschlossenen Gesamtbild zusammengeführt wurden, werden die Dörfer zusätzlich hinsichtlich der unter Nr. 1 genannten Querschnittskriterien (Inhalt und Ziele des Wettbewerbs) beurteilt. Werden in den Entscheidungen punktgleiche Siegergemeinden/-gemeindeteile ermittelt, entscheidet das Amtsblatt des Saarlandes vom 3. Februar 2011 137 I@) 5=#& -$# ;#$%#&# .#$3,'0E#C G#& I@)#,%)/0#$- $)% durch die jeweilige Bewertungskommission vorzunehmen. 5. Durchführung Der Bewertung auf Landesebene geht eine entsprechende Bewertung der teilnehmenden Gemeinden/ Gemeindeteile auf Landkreis-/Regionalverbandsebene voraus. Der Landkreis/Regionalverband Saarbrücken teilt die Namen der Mitglieder der Bewertungskommission dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft bis zum 15. Mai 2011 mit und übersendet ihm den Zeitplan, nach dem die Besichtigung und Bewertung der Gemeinden/Gemeindeteile vorgesehen ist. Y5& -$# .#$3,'0E# #$,#) I',-1&#$)#)S-#) B#($@,'3?#&- bandes Saarbrücken am Landeswettbewerb müssen sich mindestens drei Gemeinden/Gemeindeteile am betreffenden Kreis-/Regionalverbandswettbewerb beteiligt haben. Jeder Landkreis sowie der Regionalverband Saarbrücken kann bei einer Beteiligung bis zu 25 Gemeinden/ Gemeindeteilen einen Kreissieger, bei 26 bis 50 zwei Kreissieger und bei 51 und mehr drei Kreissieger zur .#$3,'0E# 'E I',-#);#%%=#;#&= ',E#3-#,C Anmeldung zum Landeswettbewerb 2012 Die Bewertung auf Landkreis-/Regionalverbandsebene geht dem Landesentscheid ein Jahr voraus; der Landesentscheid erfolgt ein Jahr vor dem Bundesentscheid. Die Sieger der Landkreise bzw. des Regionalverbandes Saarbrücken sind dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft spätestens bis zum 30. Oktober 2011 zur .#$3,'0E# 'E I',-#)#,%)/0#$- 7897 *+ E#3-#,C Der Bewertungskommission des Landes ist zu Beginn der Ortsbesichtigung eine kurze Einführung in die Verhältnisse der Gemeinde/des Gemeindeteils zu geben und die vorliegenden Pläne (Flächennutzungs-, Landschafts-, Bebauungs-, Grünordnungspläne u. a.) zu erläutern. 7. Auszeichnungen — Was können die Gewinner erwarten? Q33# .#$3,#0E#& 'E I',-#);#%%=#;#&= ;#&-#, E$% Ehrenmedaillen in Gold, Silber oder Bronze sowie mit entsprechenden Ehrenurkunden ausgezeichnet; die für den Bundesentscheid qualifizierten Landessieger erhalten außerdem einen Geldpreis. 8. Schlussvorschriften Die Richtlinien treten mit Wirkung vom 1. Januar 2011 in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt treten die Richtlinien des Ministeriums für Umwelt, für den Landeswettbewerb 2009 „ Unser Dorf hat Zukunft“ vom 30. November 2007 außer Kraft. Saarbrücken, den 21. Januar 2011 Der Minister für Wirtschaft und Wissenschaft Dr. Hartmann Leitfragen für die Fachbewertungsbereiche 0. Vorstellung ! Kurze Darstellung der Akteure und ihrer Aufgabenfelder: L D@, ;#E $)% -$# [,$%$'%$?# 45& -$# .#$3,'0E# am Wettbewerb ausgegangen? — Wer macht was? ! Kommunaler Handlungsspielraum des Dorfes: — Was sieht die Kommunalverfassung vor? — Wie viel Planungs-/Gestaltungsspielraum hat das Dorf? — Gibt es eine eigene „Ortsvertretung“? — Wie viele Ratsmitglieder vertreten das Dorf im Gemeinde- bzw. Stadtrat? — Wie wird das Dorf von der Gemeinde/Stadt, dem Landkreis/Regionalverband im Wettbewerb unterstützt? 1. Leitbild und Entwicklungskonzepte ! Gibt es eine Zukunftsperspektive, ein Leitbild oder Ziele für das Dorf? Wenn ja, — wie werden Bürgerinnen und Bürger einbezogen? — wie werden Vereine, Verbände, Behörden und Unternehmen einbezogen? — ist der Prozess abgeschlossen, wird er weitergeführt? ! Sind die entwickelten Ansätze zukunftsfähig? — Werden die Stärken und Schwächen analysiert? — Wie wird die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigt? — Wie wird die Entwicklung in der Region berücksichtigt? — Wie sind die Überlegungen mit anderen Akteuren in der Region abgestimmt? — Wie sind die Bewertungsbereiche 2 bis 6 berücksichtigt? — Wie wird versucht, sich über eine Aufgabenverteilung mit Orten in der Umgebung abzustimmen? — Werden Kooperationen organisiert? — Wie wird mit natürlichen Ressourcen umgegangen? Anlage 1 138 Amtsblatt des Saarlandes vom 3. Februar 2011 ! Wie erfolgt die Umsetzung der Konzepte? — Welchen Beitrag leisten die Akteure im Dorf (Bürger und Bürgerinnen, Vereine, Verbände, Gemeinde und Unternehmen)? — Welche Vorhaben sind bereits realisiert? 2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen ! Welche Initiativen und Maßnahmen zur Gründung oder Unterstützung örtlicher Unternehmen werden ergriffen? Inwieweit stimmt sich das Dorf mit den Nachbarkommunen ab? ! Welcher Beitrag wird zur Erhaltung oder Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Erschließung neuer Einkommensmöglichkeiten geleistet? ! Was wird zur Verbesserung der Verkehrssituation insbesondere des Personennahverkehrs getan? ! \') ;$&- *+& D#&=#))#&+,( -#& .#3#1@EE+,$1'- tion (z.B. Realisierung von schnellen Internetanschlüssen) unternommen? ! \') ;$&- $E "#&#$/0 -#& R'0#&0@3+,(P .@+&$)E+) (Alleinstellungsmerkmale, Wanderwegenetz, Buchungsmöglichkeiten, Vernetzung) getan? ! Was wird getan zur Erhaltung etwa von Lebensmittelgeschäften, Gaststätten, etc.? ! Wie unterstützen die Unternehmen die Entwicklung im Dorf (z.B. Sponsoring, Vereinsleben)? ! Was wird getan zur Verbesserung einer nachhaltigen Energieversorgung (Blockheizkraftwerk, Solarkollektoren, etc.)? ! Wie präsentiert sich das Dorf im Internet? 3. Soziale und kulturelle Aktivitäten ! Welche generationen- und geschlechtsspezifischen oder generationenübergreifenden Einrichtungen bestehen? Wie werden diese durch Initiativen zur Begegnung des demografischen Wandels unterstützt? ! Wie tragen Vereine, Jugendgruppen, Bürgerinitiativen u. a. zum Dorfleben, zur Dorfentwicklung bei? ! Was wird getan, um Jugendliche in das Vereinsleben zu integrieren und an das Dorf zu binden? ! Was wird zur Verbesserung der Kinder- und Jugendbetreuung getan? ! Welche Aktivitäten zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit bestehen? ! Wird mit benachbarten Einrichtungen (Krippen, Kindertagesstätten, Schulen) zusammengearbeitet? ! Welche Zusammenarbeit gibt es mit Nachbarorten/ -gemeinden bei der Sicherung der sozialen Infrastruktur? ! Was wird zur Vermittlung von Dorfgeschichte und zur Förderung der Erhaltung von Dorftraditionen/ Brauchtum getan? ! Wie werden Neubürger sowie Bürgerinnen und Bürger aus anderen Kulturkreisen integriert? ! Wie wird das Ehrenamt gewürdigt? 4. Baugestaltung und -entwicklung ! Was wird unternommen, — um die charakteristischen Elemente des Dorfes und des Dorfbildes zu erhalten und zu gestalten (Zusammenspiel von alter und neuer Bebauung, Wegen, Plätzen)? — um neue Wohn- und Gewerbegebiete baulich und gestalterisch als organische Weiterentwicklung des Dorfes einzubinden? — um Gebäudesanierungen unter energetischen Gesichtspunkten zu realisieren? — um das Dorf barrierefrei zu gestalten? — um ungenutzte landwirtschaftliche oder andere Bausubstanz für andere Zwecke weiterzunutzen (Umnutzung) oder zurückzubauen? — um nachhaltige Energiegewinnungssysteme dem Dorfbild entsprechend einzubinden? ! Was wird zur Erhaltung, Pflege und Nutzung ortsbildprägender historischer Gebäude und Gebäudeensembles getan? — Sind Baudenkmale sachgerecht saniert? — Sind Neubauten harmonisch in das Ortsbild eingepasst (Ensemblesituation)? — Ist bei Renovierung und Sanierung im Bestand ortstypisches, umweltfreundliches Material verwendet worden? — Gibt es einen Ordnungsrahmen wie z. B. eine Ortgestaltungssatzung oder einen Bebauungsplan? Was bewirkt dieser Rahmen? ! In welchem Zustand sind gemeinschaftlich genutzte Gebäude und Anlagen? Was wird — von wem — zur Verbesserung getan (z.B.: Schulen, Spiel- und Sportanlagen, Dorfplatz, Brunnen, Denkmale, etc.)? Was wird — von wem — zur Verbesserung getan? ! Wie wird mit vorhandenen Flächen umgegangen? — Wird die Siedlungsentwicklung flächensparend und schlüssig aus der Bauleitplanung abgeleitet? — Liegt der Bebauungsplanung sowie der Straßen- und Platzgestaltung ein funktional durchdachtes und in der Materialwahl dorfgerechtes Konzept zugrunde? — Wie hat das Dorf auf den/die Bebauungsplan/ -pläne Einfluss genommen? — Welche Rolle spielt die Innenentwicklung des Dorfes gegenüber der Ausweisung von Neubauflächen? — Wird der Straßenraum dorfgemäß gestaltet? Werden Einzäunungen, Bepflanzungen, Pflasterungen, Beschilderung etc. hinsichtlich Farbe, Material und Form bewusst gewählt? 5. Grüngestaltung und -entwicklung ! Nach welchen Prinzipien erfolgt die Grüngestaltung der privaten und öffentlichen Flächen des Ortes? — Entspricht die Freiraumgestaltung (Dorfplatz, .#$/0N -#E -Z&43$/0#, ]0'&'1%#&^ Amtsblatt des Saarlandes vom 3. Februar 2011 139 — Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Pflanzenarten und -sorten für die Gestaltung des Dorfplatz-, Friedhofs- und Straßenbegleitgrüns? — Ist die Flächengestaltung und -pflege umweltorientiert? — Werden herausragende Elemente der Grüngestaltung (z. B. Naturdenkmale, Friedhöfe) adäquat gepflegt? — Ist die Grüngestaltung den Bürgern ein Anliegen? ! Wie geht der Ort mit naturnahen ökologischen Lebensräumen oder historischen Kulturlandschaftselementen um? — Wie werden die Besonderheiten der Lebensräume und Elemente berücksichtigt? — Wie werden diese in die Grüngestaltung des Ortes eingebunden? L \') ;$&- *+& >&0'3%+,( )#3%#,#& .$#&H +,- Pflanzenarten getan? — Wie werden die ökologisch oder kulturhistorisch wertvollen Flächen (Gewässer, .&@/1#,E'+#&,P X#/1#,P #%/CN (#V43#(% +,- =#- wirtschaftet? ! Wie werden vom öffentlichen Raum aus einsehbare Zier-, Wohn- und Nutzgärten sowie Schulgärten gestaltet, genutzt und gepflegt? — Was wird unternommen, um deren Eindruck zu verbessern? — Passen sie in das Ortsbild (Ensemblesituation)? — Werden heimische Arten gefördert oder findet sich vorwiegend das aus städtischen Vororten bekannte pflegeleichte „Abstandsgrün“? 6. Dorf in der Landschaft ! Wie fügt sich das Dorf in die Landschaft ein? — Passen sich Neubauten bezüglich Baustil, Farb- und Materialwahl sowie Maßstäblichkeit der Landschaft an? — Wie fügt sich die Bebauung harmonisch in die Landschaft ein (z. B. Eingrünung mit standortgerechten Gehölzen)? — Sind landwirtschaftliche oder gewerbliche Betriebe außerhalb der Ortslage z. B. durch Bepflanzung in die Umgebung eingebunden? — Was wird unternommen, um Verbesserungen zu erreichen? ! Wie werden die Wege am Dorfrand gestaltet? Welche Maßnahmen zum Schutz von Kulturlandschaftselementen werden unternommen? ! Welche Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt und des Biotopschutzes werden durchgeführt? — Werden Naturschutzmaßnahmen auf der Grundlage von Landschaftsplänen oder Grünordnungsplänen entwickelt? — Werden Lebensbedingungen für die heimische .$#&;#3% M>+3#,P 2$,(?Z(#3P "$#,#,P 2/0E#%- terlinge etc.) verbessert, z.B. durch bewusste Erhaltung von Biotopen oder durch die Schaffung von Rückzugsgebieten oder neuen Le=#,)&O+E#, MX#/1#,P >$,*#3=O+E#P .&@/1#,- E'+#&,P XZ03#,P .5EV#3 #%/CN^ L \$# ;#&-#, A#;O))#& +,- .#$/0# )@;$# $0&# Uferbereiche naturnah gestaltet und entsprechend unterhalten? — Welche Ansätze zur Biotopvernetzung gibt es? — Werden die genannten Aktivitäten in wirtschaftliche Überlegungen einbezogen (Naturtourismus, Regionalvermarktung)? — Werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft zur Steigerung der Artenvielfalt eingesetzt? L \$# ;$&- -$# 6+(#,- ', -') .0#E' 0#&',(#- führt? ! Wie stimmt sich das Dorf mit den Nachbarkommunen ab?


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