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Zur Erreichung der in Artikel 2 festgelegten politischen Ziele umfasst das Mandat folgende Aufgaben:
Soweit erforderlich und unter Berücksichtigung der Standpunkte der Mitgliedstaaten einen aktiven Beitrag zur Umsetzung des erneuerten Ansatzes der Union für die Sahelzone zu leisten und für die Koordinierung und Weiterentwicklung des integrierten Ansatzes der Union in der Region zu sorgen, um die Kohärenz und Wirksamkeit der Tätigkeiten der Union in der Sahelzone insgesamt zu stärken sowie eine wirksame strategische Kommunikation zu fördern;
auch im Wege der Pendeldiplomatie und durch hochrangige politische Kontakte zu Regierungen und regionalen Organisationen sowie durch Friedensabkommen und internationale Vermittlungs- und Konfliktlösungsinitiativen, Kontakte zu allen einschlägigen Interessenträgern in der Region zu unterhalten, einschließlich internationaler Organisationen, Frauen, der Jugend, der Zivilgesellschaft und Diasporagemeinschaften sowie der Länder des Maghreb, Westafrikas und des Tschadseebeckens, um die Ziele und Interessen der Union zu fördern und zu einem besseren Verständnis und einem positiven Bild der Rolle der Union in der Sahelzone und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft beizutragen;
die Union in den einschlägigen regionalen und internationalen Gremien sowie allen anderen für die Stabilität der Region wichtigen Prozessen zu vertreten und dort die Interessen und die Außenwirkung der Union zu fördern;
ein vollständig koordiniertes und umfassendes Handeln der Union in der Region mittels aller einschlägigen Instrumente zu fördern, einschließlich Entwicklungszusammenarbeit, der Europäischen Friedensfazilität, der Tätigkeiten der Mitgliedstaaten und der Unterstützung der Union für Krisenbewältigung sowie Konfliktverhütung durch Maßnahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der Union und regionale und nationale Stabilisierungsbemühungen, einschließlich der Bemühungen in den Bereichen Reform des Sicherheitssektors und Abrüstung, Demobilisierung und Wiedereingliederung ehemaliger Kombattanten sowie im Bereich des kulturellen Erbes in Konflikten und Krisen;
eng mit den VN, insbesondere dem Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Westafrika und den Sahel, der AU und ihrem Sonderbeauftragten für Mali und die Sahelzone, der ECOWAS, der Tschadseebeckenkommission und anderen führenden nationalen, regionalen und internationalen Interessenträgern, einschließlich anderer Sondergesandter für die Sahelzone, zusammenzuarbeiten;
genau zu verfolgen, zu analysieren und zu berichten, wie sich die Ursachen der Instabilität und langfristige Trends, einschließlich Klimawandel, Verlust an biologischer Vielfalt, Weidewirtschaft, Ernährungsunsicherheit und Zugang zu natürlichen Ressourcen, insbesondere zu Land und Wasser, in der Region auswirken, sowie sich für eine der Stabilisierung dienende nachhaltige Bewirtschaftung und Zusammenarbeit in Bezug auf natürliche Ressourcen einzusetzen und Bemühungen um eine Eindämmung der zunehmenden Instabilität zu unterstützen, wobei den fragilsten Regionen sowie regionalen Initiativen zur Förderung von grenzüberschreitender Zusammenarbeit in diesem Bezug, auch zwischen westafrikanischen Küstenstaaten und Sahel Staaten, besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist;
die regionalen und grenzüberschreitenden Dimensionen der Herausforderungen, mit denen die Region konfrontiert ist, genau zu verfolgen, darunter Terrorismus, Radikalisierung, organisierte Kriminalität, hybride Bedrohungen und Cyberbedrohungen, Waffenschmuggel, Menschenhandel und Schleusung, illegaler Drogenhandel, maritime Unsicherheit, Flüchtlings- und Migrationsbewegungen und damit verbundene illegale Finanzströme;
die Folgen, die die großen Flüchtlings- und Migrationsbewegungen, einschließlich Binnenvertriebenen, im humanitären, politischen, sicherheitspolitischen und entwicklungspolitischen Bereich haben, genau zu verfolgen, und gegebenenfalls Dialoge über die Migration mit einschlägigen Behörden und Interessenträgern aufzunehmen sowie in Übereinstimmung mit den Zielen und Interessen der Union in Bezug auf die Region allgemein zur Politik der Union im Bereich Migration und Flüchtlinge beizutragen, um die fruchtbare Zusammenarbeit im Bereich Migration im Rahmen eines umfassenden Gesamtrouten-Konzepts zu fördern;
zur Umsetzung der einschlägigen Schlussfolgerungen des Rates zur Prävention und Bekämpfung von Terrorismus und Gewaltextremismus beizutragen, regelmäßige hochrangige politische Kontakte zu den Ländern zu pflegen, die von Terrorismus und internationaler organisierter Kriminalität betroffen sind, und die führende Rolle der Union bei den Anstrengungen zur Bekämpfung des Terrorismus und der internationalen organisierten Kriminalität sicherzustellen;
die politischen, sicherheitspolitischen und entwicklungspolitischen Auswirkungen humanitärer Krisen in der Region unter Berücksichtigung des Frieden-humanitäre Hilfe-Entwicklungs-Nexus und unter Förderung langfristiger regionaler Lösungen für Krisen und Konflikte genau zu verfolgen;
in Zusammenarbeit mit dem Sonderbeauftragten für Menschenrechte – im Einklang mit dem Aktionsplan der Union für Menschenrechte und Demokratie, den Leitlinien der Union zu Menschenrechten, insbesondere den Leitlinien der Union zum Thema Kinder und bewaffnete Konflikte und jenen zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen und Bekämpfung aller Formen ihrer Diskriminierung – zur Umsetzung der Menschenrechtspolitik der Union in der Region sowie zur Umsetzung der Politik der Union im Bereich Frauen, Frieden und Sicherheit beizutragen, im Einklang mit der Resolution 1325 (2000) des VN-Sicherheitsrats und den nachfolgenden Resolutionen zu Frauen, Frieden und Sicherheit, einschließlich der Resolution 2242 (2015) des VN-Sicherheitsrats, die Inklusion und die Geschlechtergleichstellung im Prozess der Staatsbildung zu fördern und die Umsetzung der Resolution 2250 (2015) des VN-Sicherheitsrats zum Thema Jugend, Frieden und Sicherheit zu unterstützen;
den gesamten Justizsektor und die Mechanismen der Rechenschaftspflicht weiter zu beobachten, mit denen die Straflosigkeit bekämpft werden kann, einschließlich der Abgabe von Empfehlungen, regelmäßiger Kontakte mit den einschlägigen Behörden in der Region, dem Büro des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs und dem Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte sowie Kontakte zu den Menschenrechtsverteidigern und -beobachtern in der Region;
durch häufige Kontakte in der Region, auch zu Akteuren vor Ort, dazu beizutragen, dass die Union die vor Ort bestehenden Erwartungen und die lokalen Gegebenheiten besser kennenzulernen und auf der Grundlage einer gründlichen und kontinuierlichen Lageanalyse einen Reflexionsprozess zu unterstützen und zu einer schnellen Reaktion, zur Anpassung und zu einer strategischen Langzeitvision der Union in der Sahelzone beizutragen.
Zur Erfüllung des Mandats geht der Sonderbeauftragte unter anderem wie folgt vor:
Er erteilt Ratschläge und erstattet gegebenenfalls Bericht in Bezug auf die Formulierung der Standpunkte der Union in regionalen und internationalen Gremien, um proaktiv diplomatische Kontakte sowie Maßnahmen zu fördern, durch die der integrierte Ansatz der Union im Hinblick auf die Sahelzone gestärkt wird;
er trägt dazu bei, dass alle Tätigkeiten der Union im Blick behalten werden, und arbeitet eng mit den einschlägigen Delegationen der Union und den Mitgliedstaaten zusammen.
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