Anlage SoftwareentwAusbV
(Fundstelle: BGBl. I 2007, 329 - 334) Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und FähigkeitenLfd. Nr.Teil des AusbildungsberufsbildesZu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und FähigkeitenZeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 12312341Entwurf, Anwendung und programmtechnische Umsetzung mathematischer Methoden, Modelle und Algorithmen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1) 1.1Mathematische Modellierung (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1) 81.2Methoden, Modelle und Algorithmen der Diskreten Mathematik (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1.2) 7 2 1.3Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Analysis (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1.3) 2 11 91.4Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Linearen Algebra (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1.4) 8 2 1.5Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Stochastik (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1.5) 10 2Software-technische Analyse und Planung von Softwarelösungen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2) 2.1Bedarfsanalyse (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.1) 62.2Datenschutz, Datensicherheit und Urheberrecht (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.2) 2 22.3DV-Konzept (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.3) 4 4 2.4Algorithmen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.4)Algorithmen bei der Umsetzung von Pflichtenheften auswählen, insbesondere 8 8 22.5Datenmodellierung über Datenstrukturen und in Datenbanken (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A -Nr. 2.5) 4 6 2.6Systemkomponenten für die Software-entwicklung (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.6) 63Softwareerstellung (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3) 3.1Programmiersprachen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3.1) 12 23.2Programmsysteme (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3.2) 63.3Softwarequalität und Test (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3.3) 64Softwareübergabe und Support (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4) 4.1Softwaredokumentation und Benutzerunterstützung (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4.1) 34.2Mathematische Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4.2) 5 Abschnitt B Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten 1Der Ausbildungsbetrieb (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1) während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln1.1Stellung, Rechtsform und Struktur (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.1) 1.2Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.2) 1.3Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.3) 1.4Umweltschutz (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.4)Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere 2Geschäftsprozesse (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2) 2.1Leistungsprozesse (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.1) 2 2.2Betriebliche Organisation (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.2) 3Arbeitsorganisation und Arbeitstechniken (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3) 3.1Information und Kommunikation (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3.1) 2 3.2Arbeitsplanung (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3.2) 2 3.3Teamarbeit, Projektmanagement (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3.3) 3 2
betriebliche Aufgabenstellungen, insbesondere naturwissenschaftliche, wirtschaftliche oder technische, in interdisziplinärer Kooperation analysieren
betriebliche Aufgabenstellungen unter Anleitung auf mathematische Modelle übertragen
logische Probleme in die formalisierte Schreibweise überführen und gemäß den Gesetzen der elementaren Aussagenlogik modellieren und auswerten
in verschiedenen Zahlenräumen und in verschiedenen Stellenwertsystemen rechnen sowie Gleichungen analytisch und iterativ lösen
Problemstellungen mit Hilfe von Mengen modellieren und Operationen auf Mengen durchführen
betriebliche und alltägliche Sachverhalte zu Abbildungen oder Relationen abstrahieren
Mengen und auf ihnen definierte Operationen als Gruppen und Körper identifizieren und darin rechnen
Aufgabenstellung der Kombinatorik lösen und die Mächtigkeit von Mengen bestimmen
Fehlerarten bei der Verarbeitung von Messdaten unterscheiden und beachten
kontinuierliche Vorgänge mit Hilfe von Funktionen modellieren, darstellen und auswerten
stetige und unstetige Vorgänge unterscheiden und behandeln
diskrete Vorgänge mit Hilfe von Folgen und Reihen untersuchen und Grenzwerte ermitteln
Änderungsverhalten von Vorgängen mit Differentialrechnung beschreiben und berechnen
betriebliche Problemstellungen, die auf funktionalen Zusammenhängen auch mehrerer Größen beruhen, erkennen, grafisch darstellen und optimieren
Reihendarstellung von Funktionen berechnen
Messwertreihen interpolieren und und approximieren
Problemstellungen, insbesondere Wachstums- und Zerfallprozesse, die sich durch lineare explizite Differentialgleichungen erster Ordnung beschreiben lassen, mit Richtungsfeldern visualisieren, analytisch und mit dem Euler-Cauchy-Verfahren numerisch lösen
Integrale analytisch und numerisch berechnen
im dreidimensionalen Vektorraum rechnen, dabei Winkel, Flächen und Volumen berechnen sowie Lagebeziehungen und Abstände von Geraden und Ebenen ermitteln
Erkenntnisse auf betriebsspezifische Fälle von Vektorräumen höherer Dimensionen übertragen
lineare Zusammenhänge mit Matrizen modellieren
lineare Gleichungssysteme auf Lösbarkeit prüfen und durch Gauß- Elimination mit Spaltenpivotwahl lösen
iterative Lösungsverfahren rechnergestützt anwenden
Methoden der beschreibenden Statistik anwenden
Wahrscheinlichkeiten berechnen
diskrete und stetige zufallsabhängige Vorgänge mit Zufallsvariablen modellieren, Wahrscheinlichkeiten und Momente berechnen
Simulationen von Zufallsexperimenten mit Hilfe von Zufallszahlengeneratoren für unterschiedliche Verteilungen programmieren
Grundgesamtheit und Stichprobe unterscheiden, Punkt- und Konfidenzschätzungen für Erwartungswerte werte und Streuungen berechnen
Tests anhand eines Testverfahrens durchführen, Fehler erster und zweiter Art unterscheiden
Regressionsparameter zu zufallsabhängigen Messgrößen in linearen Modellen nach der Methode der kleinsten Fehlerquadrate berechnen und testen
Korrelationskoeffizienten als Maß für den linearen Zusammenhang von Messgrößen berechnen
Anforderungen und Kundenaufträge analysieren und Lastenhefte auswerten
Ist-Analysen durchführen und dokumentieren
Soll-Konzepte entwickeln
rechtliche und betriebliche Regelungen zum Datenschutz anwenden
Vorgaben und Vorschriften zur Datensicherheit, Datensicherung und Archivierung beim Umgang mit Daten beachten
Vorschriften zum Urheberrecht anwenden
kryptografische Methoden anwenden
Objektmodellierungen durchführen, insbesondere mit einer standardisierten Beschreibungssprache
Lösungsansätze entwickeln und mit standardisierten Methoden beschreiben
betriebliche Vorgaben zur programmtechnischen Implementierung beachten
Qualitätsanforderungen berücksichtigen sowie Versionskontrolle planen
die Grundkonstrukte wie Sequenz, Selektion und Iteration berücksichtigen
iterative und rekursive Algorithmen einsetzen
Komplexität von Algorithmen bezüglich Laufzeit und Speicherplatz sowie ihre Fehleranfälligkeit analysieren und den Programmieraufwand beurteilen
die Algorithmen Binäres Suchen, Textsuche, Breiten- und Tiefensuche, Backtracking und Hash-Verfahren anwenden
Sortierverfahren in Abhängigkeit von Datenmengen und -struktur auswählen
parallele Algorithmen einsetzen
Objektmodelle in die elementaren Datentypen und die zusammengesetzten Datenstrukturen umsetzen, hinsichtlich der Speicherungsarten beurteilen sowie Zugriffsmethoden anwenden
relationale oder objektorientierte Datenbankmodelle entwickeln
ein Datenbankmanagementsystem und eine Datenbanksprache anwenden
Systemkomponenten für die Softwareentwicklung einsetzen
Eigenschaften der genutzten Betriebssysteme berücksichtigen
die Client-Server-Architektur beachten
Protokolle gemäß dem Schichtenmodell bei Datenkommunikationsanwendungen nutzen
Modelle und Protokolle zur Prozesskommunikation nutzen
Programmiersprachen einordnen und unterscheiden
in einer objektorientierten Sprache programmieren, Programme dokumentieren
eine Entwicklungsumgebung zur Programmierung anwenden
eine Skriptsprache anwenden
Vorgehensmodelle des Softwareengineering einsetzen und Verfahren der Dokumentation, Planung und Organisation anwenden
Modularisierung und Komponentenbildung durchführen
Softwarekomponenten auswählen
Versionsverwaltung durchführen
Werkzeuge zum automatisierten Erzeugen von Programmen aus Quelltexten anwenden
Prüf- und Testmethoden planen und anwenden, Testwerkzeuge einsetzen
Maßnahmen zur Qualitätssicherung im eigenen Arbeitsbereich planen und anwenden
Qualitätskriterien bei der Entwicklung von Software anwenden
Benutzerdokumentationen erstellen
Entwicklerdokumentationen erstellen
Benutzer beraten
beim Softwareeinsatz auftretende Fragen systematisieren, Antworten kundengerecht aufbereiten
numerische Ergebnisse mit grafischen Mitteln veranschaulichen, Grafiktypen der Statistik verwenden
Auftraggeber bei der mathematischen Interpretation der Ergebnisse unterstützen und mathematische Problemstellungen und Resultate interdisziplinär kommunizieren
betriebliche Werkzeuge zum Formalsatz einsetzen
Aufgaben, Aufbau und Entscheidungsstrukturen des Ausbildungsbetriebes erläutern
Rechtsform des Ausbildungsbetriebes beschreiben
die Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Behörden beschreiben
Zielsetzung und Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes und seine Stellung am Markt erläutern
Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis beachten
den betrieblichen Ausbildungsplan mit dem Ausbildungsrahmenplan vergleichen
arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen, für das Unternehmen wichtige tarifvertragliche Regelungen, Dienst- und Betriebsvereinbarungen sowie Mitbestimmungsrechte beachten
wesentliche Inhalte des Arbeitsvertrages nennen
Bereitschaft zu lebensbegleitendem Lernen entwickeln und berufsgezogene Fortbildungsmöglichkeiten ermitteln
Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen sowie Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
den Prozess der Leistungserstellung im Ausbildungsbetrieb beschreiben
Wirtschaftlichkeit betrieblicher Leistungen beurteilen
die Rolle von Kunden und Lieferanten für die Leistungserstellung erläutern
Zuständigkeiten für die unterschiedlichen Aufgaben im Ausbildungsbetrieb unterscheiden und die eigene Tätigkeit in Geschäftsprozesse einordnen
die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Organisationseinheiten beschreiben, insbesondere Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse darstellen
fachbezogene, auch englischsprachige, Informationsquellen auswerten
Gespräche situationsgerecht führen und Informationen aufgabenbezogen bewerten, Protokolle anfertigen
Daten und Sachverhalte adressatengerecht präsentieren
betriebsspezifische Dokumentationswerkzeuge auswählen und anwenden
Präsentationswerkzeuge und -techniken einsetzen
betriebsspezifische Fachterminologie anwenden
Ergebnisse des Softwareentwicklungsprozesses präsentieren
Zeitplan und Reihenfolge der Arbeitsschritte für den eigenen Arbeitsbereich festlegen, Termine planen und abstimmen
den eigenen Arbeitsplatz unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben und ergonomischer Aspekte gestalten
Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsgestaltung vorschlagen
Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich einsetzen
Aufgabenanalyse durchführen und über die Form der Arbeitsorganisation entscheiden
Aufgaben planen und im Team bearbeiten, Ergebnisse abstimmen und auswerten
Methoden des Projektmanagements anwenden
Zusammenarbeit aktiv gestalten, Möglichkeiten zur Konfliktregelung anwenden