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Die Gemeinschaftsschule vermittelt eine erweiterte und vertiefte allgemeine Bildung, die zugleich Grundlage einer Berufsausbildung oder weiterführender berufsbezogener oder studienbezogener Bildungsgänge ist. Die Gemeinschaftsschule verfolgt das Ziel, Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen. Sie trägt zu gleichberechtigter und aktiver Partizipation aller am gesellschaftlichen Leben und zu demokratischer Mitwirkung sowie zu einer selbstbestimmten Lebensführung bei. Daher hat sie den Anspruch, die Chancen der Vielfalt zu nutzen, und fördert entsprechend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung die Potenziale der Verschiedenheit und die gegenseitige Wertschätzung.
Jede Schülerin und jeder Schüler soll an der Gemeinschaftsschule ganzheitlich in ihrer beziehungsweise seiner Persönlichkeitsentwicklung begleitet und zum individuell bestmöglichen Bildungserfolg geführt werden. Daher umfasst die Gemeinschaftsschule alle allgemein bildenden Bildungsgänge und Bildungsabschlüsse.
In der Gemeinschaftsschule wird das pädagogische Prinzip des längeren gemeinsamen Lernens von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen verwirklicht. Sie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Bildungsgängen aus. Die Gemeinschaftsschule fördert die individuellen Aufstiegschancen jeder Schülerin und jedes Schülers unabhängig von ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft.
Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Unterschiedlichkeit angenommen und gefördert, ihre individuelle Leistung wird wertgeschätzt. Die Unterrichtsorganisation und das Schulleben orientieren sich daher an individuellen Lernvoraussetzungen und Lernprozessen. Dabei werden Begabungen, Interessen und Potenziale erkannt, Motivation geweckt sowie selbstgesteuertes Lernen und kooperative Lehr- und Lernformen gefördert.