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Täuscht ein Prüfling bei der Unterrichtsdurchführung oder dem schriftlichen Entwurf einer Prüfungslehrprobe oder bei der mündlichen Prüfung oder versucht er zu täuschen oder verhält er sich in sonstiger Weise ordnungswidrig, so setzt der Prüfungsausschuss den Leiter/die Leiterin des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen unverzüglich davon in Kenntnis.
Über die Folgen einer Täuschung, eines Täuschungsversuches oder eines sonstigen ordnungswidrigen Verhaltens entscheidet der Leiter/die Leiterin des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen. Er/Sie kann die einzelne Prüfungsleistung, auf die sich das ordnungswidrige Verhalten bezieht, mit „ungenügend“ bewerten und - soweit es sich nicht bereits um eine Wiederholung der Prüfungsleistung handelt - deren Wiederholung anordnen und in schweren Fällen die Zweite Staatsprüfung für insgesamt nicht bestanden erklären. Wird die Zweite Staatsprüfung für insgesamt nicht bestanden erklärt, ist eine Wiederholung nur mit Genehmigung des Ministeriums für Bildung und Kultur möglich, sofern die Täuschungshandlung oder das sonstige ordnungswidrige Verhalten nicht bereits bei der Wiederholung einer Prüfungsleistung begangen wurde.
Wird eine schwerwiegende Täuschungshandlung oder ein sonstiges ordnungswidriges Verhalten erst nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses bekannt, kann der Leiter/die Leiterin des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen die Prüfung für ungültig erklären. Die Zweite Staatsprüfung gilt in diesem Falle als nicht bestanden. Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend. Die Entscheidung nach Satz 1 kann binnen fünf Jahren nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses getroffen werden.