Erwägungsgrund 7 32025D1896
Das Präventionsnetz sollte sich in erster Linie darauf konzentrieren, die Bemühungen im Bereich der präventiven Interventionsprogramme oder -maßnahmen zu verstärken, die auf Kinder und deren Umfeld ausgerichtet sind, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass ein Kind Opfer wird, sowie auf Straftäter und Personen, die befürchten, dass sie eine Straftat begehen könnten, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass diese Personen straffällig werden. Das Präventionsnetz sollte dazu beitragen, die Kapazitäten in der Union zur Prävention des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet und offline zu stärken, und sich das gesamte einschlägige Fachwissen innerhalb und außerhalb der Union zunutze machen und in einem auf den Kinderrechten beruhenden integrierten Schutzkonzept umsetzen. Es sollte Forschende, Fachleute aus der Praxis und andere Interessenträger zusammenbringen, die im Bereich der Prävention des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern tätig sind. Zudem sollte es Rückmeldungen aus der Praxis an die Forschung ermöglichen, um weiteren Forschungsbedarf zu ermitteln, was wiederum die Evidenzbasis für die Praktiker stärken würde. Es sollte die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, umfassende, nutzbare, wissenschaftlich geprüfte, einer Bewertung unterzogene und wirksame präventive Interventionsprogramme oder -maßnahmen einzuführen, um die Häufigkeit von sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet und offline in der Union zu senken. Das Präventionsnetz sollte den Austausch von Informationen, z. B. über Schulungsmaterial und den Aufbau von Kapazitäten, sowie von Erfahrungen und bewährten Verfahren erleichtern. Es sollte den Mitgliedstaaten und anderen Interessenträgern helfen, Schwachstellen zu erkennen und Doppelarbeit zu vermeiden. Zudem sollte es die Kommission auch bei ihrer politischen Arbeit zur Prävention des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet und offline unterstützen, und zwar in Synergie mit einschlägigen Strukturen, insbesondere dem EU-Netz für die Rechte des Kindes, im Hinblick auf die Umsetzung der Empfehlung (EU) 2024/1238 der Kommission.