Anlage TexRAusbV 2002
(Fundstelle: BGBl. I 2002, 1926 - 1930) Lfd. Nr.Teil des AusbildungsberufsbildesFertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sindZeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr12312341Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht (§ 3 Nr. 1) während der gesamten Ausbildung zu vermitteln2Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes (§ 3 Nr. 2) 3Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 3 Nr. 3) 4Umweltschutz (§ 3 Nr. 4)Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere 5Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen (§ 3 Nr. 5) 4*) 3*) 6Erstellen und Anwenden von technischen Unterlagen (§ 3 Nr. 6) 2*) 4*) 4*)7Umgehen mit Informations- und Kommunikationstechniken (§ 3 Nr. 7) 4*) 6*) 8Beraten und Betreuen von Kunden (§ 3 Nr. 8) 3 69Vorbereiten und Vorbehandeln des Behandlungsgutes (§ 3 Nr. 9) 16 10Einstellen, Bedienen und Überwachen von Wasch- und Reinigungsmaschinen sowie Wasch- und Reinigungsanlagen (§ 3 Nr. 10) 18 16 811Prozesstechnik (§ 3 Nr. 11) 1812Nachbehandeln und Finishen des Behandlungsgutes (§ 3 Nr. 12) 20 213Anwenden von Desinfektionsverfahren und Durchführen von Hygienemaßnahmen (§ 3 Nr. 13) 814Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen (§ 3 Nr. 14) 8*) 6*)
Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen
Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen
wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen
wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung, erklären
Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
Arbeitsaufträge auf Umsetzbarkeit prüfen, annehmen und erfassen
Bezugsquellen nutzen, Produkteigenschaften von Werk- und Hilfsstoffen vergleichen
Arbeitsschritte unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe und Auftragsunterlagen festlegen, Liefertermine beachten
Arbeitsplatz vorbereiten, Werk- und Hilfsstoffe, Betriebsmittel und Arbeitsgeräte auswählen und bereitstellen sowie Maschinenbelegung disponieren
Betriebs- und Arbeitsanweisungen umsetzen, Arbeitsabläufe dokumentieren
Qualität und Preise von Werk- und Hilfsstoffen vergleichen
Aufgaben im Team planen und bearbeiten, Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
Begleitpapiere bearbeiten, Daten prüfen und erfassen
technische Unterlagen, insbesondere Arbeitsanweisungen, Betriebsanleitungen, Merkblätter und Richtlinien, anwenden
Zeichnungen und Pläne anwenden, Ablaufpläne erstellen
technische Dokumentationen erstellen, insbesondere Gefährdungsanalysen und Programmabläufe
Geräte zur Eingabe, Übertragung und Ausgabe von Daten nutzen
Organisations- und Bürokommunikationsmittel anwenden
Informationen beschaffen, auswerten und nutzen
Betriebsdaten beschaffen, auswerten, bearbeiten und weiterleiten
Betriebsdaten pflegen und sichern, Datenschutz beachten
Kundengespräche situationsgerecht führen
Kundenwünsche ermitteln, Kunden über Behandlungsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote beraten
betriebliche Erfordernisse und Kundenwünsche in Einklang bringen, kostenorientiert handeln
Reklamationen entgegennehmen, prüfen und bearbeiten
Behandlungsgut nach Farbe, Materialbeschaffenheit und Verschmutzungsart sortieren, Textil- und Pflegekennzeichen beachten
Prüfverfahren zur Feststellung der Faserart anwenden, Farb- und Reibechtheiten prüfen
Eigenschaften von Natur- und Chemiefasern unterscheiden und ihre Auswirkungen auf den Wasch-, Reinigungs- und Finishprozess berücksichtigen
Gebrauchs- und Pflegeverhalten des Behandlungsgutes beurteilen
Behandlungsgut auf Flecken kontrollieren, Fleckenart feststellen und Flecken vordetachieren
Hilfsmittel verwenden, Methoden zur Fleckentfernung beim Waschen und Reinigen anwenden
Behandlungsgut zur Weiterbearbeitung bereitstellen
Wasch- und Reinigungsmaschinen sowie Wasch- und Reinigungsanlagen auswählen, Behandlungsprogramme festlegen
ökonomische und ökologische Gesichtspunkte beim Wasch- und Reinigungsprozess berücksichtigen
Betriebsbereitschaft und Funktionstüchtigkeit von Maschinen und Anlagen prüfen, Grundeinstellungen vornehmen
Chargen abwiegen, Maschinen und Anlagen beladen, Werk- und Hilfsstoffe hinzufügen
Maschinenlauf, insbesondere Maschinengeschwindigkeit, Zeit, Temperatur und Flottenkonzentration, überwachen, Abweichungen korrigieren
Behandlungsgut abnehmen und für die Weiterverarbeitung bereitstellen
Chemikalien und Hilfsmittel nach Vorgaben zusammenstellen, ansetzen, zugeben, kontrollieren und dokumentieren
vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Maschinenstillständen und -störungen ergreifen, Störungsursachen feststellen, Störungsbeseitigung veranlassen
physikalische und chemische Zusammenhänge von Wasch- und Reinigungsprozessen analysieren
Dosier- und Zugabefehler feststellen, Fehlerbeseitigung veranlassen
maschinen- und prozessbezogene Berechnungen durchführen, insbesondere Belade- und Flottenverhältnis, Rezeptur- und Ansatzberechnungen von Chemikalien und Hilfsmitteln
Wasch- und Reinigungsmaschinen sowie Wasch- und Reinigungsanlagen einstellen und umrüsten
Prozessdatenerfassungssysteme anwenden
Mess-, Steuer- und Überwachungseinrichtungen sowie speicherprogrammierbare Steuerungen handhaben, Störungen feststellen und Maßnahmen zur Störungsbeseitigung veranlassen
Prozessdaten bearbeiten, bewerten und bei Abweichungen erforderliche Maßnahmen einleiten
Mess- und Prüfprotokolle erstellen und dokumentieren
Wasch- und Reinigungsergebnisse kontrollieren und beurteilen, Mängel beseitigen, insbesondere verbliebene Flecken nachbehandeln
Verfahren festlegen, Finishmaschinen und -anlagen auswählen und handhaben, insbesondere Trockner, Bügelmaschinen, Mangeln sowie Formdämpfer
Wirkung von Temperatur, Dampf, Zeit und Druck auf das Behandlungsgut berücksichtigen
Behandlungsgut kontrollieren und beurteilen
Finishmaschinen und -anlagen überwachen, insbesondere Temperatur, Behandlungsdauer und Druck, Abweichungen korrigieren
Störungen an Finishmaschinen und -anlagen feststellen sowie Störungsbeseitigung veranlassen
Behandlungsgut material- und kundenbezogen zusammenstellen und ausliefern
Desinfektionsverfahren und Desinfektionsmittel auswählen und dokumentieren, Vorschriften beachten
Geräte, Maschinen und Anlagen zur Desinfektion einstellen, bedienen und überwachen, Störungen feststellen, Störungsbeseitigung veranlassen
Behandlungsgut hygienisch verpacken
Notwendigkeit von Hygienemaßnahmen feststellen, Hygienepläne einhalten, Maßnahmen dokumentieren
Hygienemaßnahmen durchführen, insbesondere Hände und Flächen reinigen sowie Schutzkleidung tragen
Ziele, Aufgaben und Bedeutung des betrieblichen Qualitätsmanagementsystems beschreiben
qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich anwenden
Prüftechniken anwenden, insbesondere Titrieren, Prüfergebnisse bewerten und dokumentieren
Arbeitsabläufe auf Einhaltung der Vorgaben kontrollieren, Qualitätsmerkmale feststellen sowie Qualitätsausfall prüfen
Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen, Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen durchführen
Ergebnisse dokumentieren
Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements zur kontinuierlichen Verbesserung im eigenen Arbeitsbereich anwenden
Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.