Erwägungsgrund 6 32024R1083
Der Binnenmarkt für Mediendienste könnte auch durch ein unzureichendes Instrumentarium für die Zusammenarbeit in Regulierungsfragen zwischen den nationalen Regulierungsbehörden oder -stellen betroffen sein. Eine solche Zusammenarbeit ist wichtig, um zu gewährleisten, dass Medienmarktakteure, die häufig in verschiedenen Sektoren tätig sind, die systematisch Desinformation oder ausländische Informationsmanipulation und Einmischung im Informationsraum, betreiben, nicht von der Größe des Binnenmarkts für Mediendienste profitieren. Während außerdem eine voreingenommene Zuweisung wirtschaftlicher Ressourcen, insbesondere in Form staatlicher Werbung, wenngleich sie eingesetzt wird, um Medienunternehmen in allen Medien-Sektoren verdeckt zu subventionieren, in der Regel besonders nachteilig auf die Presse aus, die durch sinkende Werbeeinnahmen geschwächt wird. Die aus dem digitalen Wandel herrührenden Herausforderungen verringern auch die Fähigkeit von Unternehmen in allen Medien-Sektoren, insbesondere der kleineren Unternehmen im Hörfunk- und Pressesektor, unter gleichen Wettbewerbsbedingungen mit Online-Plattformen zu konkurrieren, die bei der Verbreitung von Inhalten im Internet eine Schlüsselrolle spielen.