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Die Infrastrukturbetreiber berücksichtigen in angemessener, transparenter und nichtdiskriminierender Weise alle Arten von Schienenverkehrsdiensten, für die bei ihnen Anträge auf Eisenbahninfrastrukturkapazität eingehen können, unabhängig von ihrem Umfang, der Größe des nachgelagerten Marktes, der Stabilität zwischen aufeinanderfolgenden Fahrplänen, der Regelmäßigkeit oder der Häufigkeit innerhalb einer bestimmten Netzfahrplanperiode.
Bei der strategischen Kapazitätsplanung, insbesondere im Kapazitätsmodell gemäß Artikel 19 und im Kapazitätsangebotsplan gemäß Artikel 20, unterscheiden die Infrastrukturbetreiber mindestens zwischen folgenden Arten von Schienenverkehrsdiensten: Sofern dies angesichts der Erfahrungen bei der Durchführung dieser Verordnung und zur Förderung der grenzübergreifenden Kohärenz des strategischen Planungsprozesses erforderlich ist, kann das ENIM in Konsultation mit den am Betrieb Beteiligten und der ERP eine detailliertere harmonisierte Liste erstellen, in der zwischen Arten von Schienenverkehrsdiensten weiter unterschieden wird. Diese Liste wird in den Europäischen Rahmen für das Kapazitätsmanagement aufgenommen.
Güterverkehrsdienste;
überregionale Personenverkehrsdienste (Fernverkehr);
Personenverkehrsdienste im Stadt- und Regionalverkehr.
Bei der strategischen Kapazitätsplanung, insbesondere im Kapazitätsmodell gemäß Artikel 19 und im Kapazitätsangebotsplan gemäß Artikel 20, geben die Infrastrukturbetreiber die vorgeplante Kapazität an, die für die Erbringung von netzübergreifenden Schienenverkehrsdiensten geeignet ist.
Bei der strategischen Kapazitätsplanung ist auch Folgendes zu berücksichtigen:
die beobachtete Struktur und Entwicklung der Nachfrage nach Eisenbahninfrastrukturkapazität, wie durch die Kapazitätszuweisung in früheren Netzfahrplanperioden und durch die Marktüberwachung gemäß Artikel 15 der Richtlinie 2012/34/EU ermittelt;
die erwartete Entwicklung des Verkehrsbedarfs und der sich daraus ergebenden Nachfrage nach Schienenverkehrsdiensten und Eisenbahninfrastrukturkapazität, wie im Rahmen der Analyse gemäß Artikel 17 dieser Verordnung ermittelt;
Kapazitätsbedarfsmeldungen durch Antragsteller und die Beiträge aus der Konsultation der am Betrieb Beteiligten gemäß Artikel 15 dieser Verordnung;
die erwartete oder geplante Entwicklung der Eisenbahninfrastrukturkapazität, insbesondere wie nach der Leitstrategie für den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur gemäß Artikel 8 Absatz 1 der Richtlinie 2012/34/EU und dem Geschäftsplan des Infrastrukturbetreibers gemäß Artikel 8 Absatz 3 der Richtlinie 2012/34/EU ermittelt;
die geplanten Eisenbahninfrastrukturarbeiten, die sich voraussichtlich auf das Netz auswirken werden;
die Merkmale der verschiedenen Schienenverkehrsmärkte, insbesondere in Bezug auf
Geschwindigkeit;
Häufigkeit;
Spielraum für Abweichungen von der zugewiesenen Zugtrasse;
die Möglichkeit, im Falle von Netzstörungen Verkehrsdienste umzuleiten, umzuplanen oder durch andere Verkehrsträger zu ersetzen;
die Volatilität der Nachfrage nach Schienenverkehrsdiensten und die daraus resultierende Notwendigkeit, Schienenverkehrsdienste mit einem anderen Zeithorizont zu planen.
Die strategische Kapazitätsplanung muss die durch Rahmenverträge und rollierende Planung zugewiesene Kapazität widerspiegeln.
Die strategische Kapazitätsplanung umfasst die Abschnitte und Knoten des TEN-V-Kernnetzes und des erweiterten TEN-V-Kernnetzes, wie in Anhang I der Verordnung (EU) 2024/1679 ermittelt. Die Infrastrukturbetreiber können beschließen, andere Abschnitte und Knoten des von ihnen betriebenen Netzes in die strategische Kapazitätsplanung einzubeziehen. Im Einklang mit den strategischen Leitlinien gemäß Artikel 4 können die Mitgliedstaaten vorsehen, dass die Infrastrukturbetreiber eine strategische Kapazitätsplanung für andere Abschnitte und Knoten des von diesen Infrastrukturbetreibern betriebenen Netzes durchführen. Die strategische Kapazitätsplanung erfolgt auf einem Detaillierungsgrad, der hinreichend ist, um die Kapazitätsplanung für das Netz zu ermöglichen. Hierzu wird das Netz durch Abschnitte und Knoten abgebildet, die es ermöglichen, relevanten Merkmalen der Kapazitätsnachfrage und des Kapazitätsangebots Rechnung zu tragen. Die Mitgliedstaaten weisen die Infrastrukturbetreiber an, diese Abschnitte und Knoten im Infrastrukturregister gemäß Artikel 49 der Richtlinie (EU) 2016/797 anzugeben.
Für die Zwecke der strategischen Kapazitätsplanung erstellen die Infrastrukturbetreiber eine Karte mit strategischen Strecken im Hinblick auf Abschnitte und Knoten, in der Folgendes festgelegt ist: Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Karte mit strategischen Strecken öffentlich zugänglich gemacht und in das Infrastrukturregister gemäß Artikel 49 der Richtlinie (EU) 2016/797 aufgenommen wird.
der geografische Anwendungsbereich der Kapazitätsstrategie gemäß Artikel 18, des Kapazitätsmodells gemäß Artikel 19 und des Kapazitätsangebotsplans gemäß Artikel 20;
die bei Kapazitätsbeschränkungen gemäß Artikel 11 und im Rahmen der Notfallplanung gemäß Artikel 21 in Betracht gezogenen Alternativstrecken.
Die strategische Kapazitätsplanung erstreckt sich auf einen Zeitraum, der fünf Jahre vor der Änderung des Fahrplans, auf den sie sich bezieht, beginnt. Die Infrastrukturbetreiber können den Zeitraum auf mehr als fünf Jahre verlängern, um insbesondere den Infrastrukturausbau im Rahmen der Leitstrategie für den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur gemäß Artikel 8 Absatz 1 der Richtlinie 2012/34/EU zu unterstützen.
Die Infrastrukturbetreiber überprüfen und aktualisieren die Ergebnisse der strategischen Kapazitätsplanung und berücksichtigen dabei insbesondere Folgendes:
die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur;
Veränderungen der Marktnachfrage nach Eisenbahninfrastrukturkapazität, auch durch Kapazitätsbedarfsmeldungen;
die Ergebnisse der Zuweisungsverfahren gemäß den Abschnitten 3 und 4 dieses Kapitels in früheren Netzfahrplanperioden, einschließlich des Grads der Nutzung von Eisenbahninfrastrukturkapazität durch Antragsteller;
Erkenntnisse aus dem Verkehrsmanagement gemäß Kapitel III;
das Ergebnis des Störungs- und Krisenmanagements gemäß Kapitel III;
die Ergebnisse der Leistungsüberprüfung gemäß Kapitel IV.
Das ENIM entwickelt Leitlinien mit gemeinsamen Instrumenten, Methoden und Verfahrensregelungen für die strategische Kapazitätsplanung und nimmt sie in den Europäischen Rahmen für das Kapazitätsmanagement auf.
Die Infrastrukturbetreiber tragen diesen Leitlinien in den Schienennetz-Nutzungsbedingungen gemäß Artikel 27 der Richtlinie 2012/34/EU Rechnung. Sie begründen in den Schienennetz-Nutzungsbedingungen etwaige Abweichungen von den in den Leitlinien festgelegten gemeinsamen Instrumenten, Methoden und Verfahrensregelungen.
strategische Kapazitätsplanung gemäß Abschnitt 2;
den Planungsdokumenten im Zusammenhang mit der strategischen Kapazitätsplanung gemäß Artikel 13 Absatz 2;
Durch die strategische Kapazitätsplanung durch Infrastrukturbetreiber sollte die Nutzung der Eisenbahninfrastruktur verbessert werden, indem die Nachfrage nach…
Die strategische Kapazitätsplanung umfasst alle in den Artikeln 14 bis 27 genannten Tätigkeiten.
die angemessene Berücksichtigung des Kapazitätsbedarfs für netzübergreifende Schienenverkehrsdienste in der Kapazitätsstrategie, dem Kapazitätsmodell und dem…
Maschinell nach Textähnlichkeit ermittelt, nicht aus Verweisen.
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