Erwägungsgrund 10 32026R1818
Es gibt Hinweise darauf, dass illegale Händler ihren Handel oft unter dem Deckmantel betreiben, selbst Heimtiereigentümer zu sein. So ging beispielsweise aus der koordinierten Maßnahme der EU gegen den illegalen Handel mit Katzen und Hunden, die 2022 und 2023 durchgeführt wurde, hervor, dass Verbringungen von Hunden und Katzen zu kommerziellen Zwecken häufig als Verbringungen zu nichtkommerziellen Zwecken getarnt werden. Untersuchungen von Online-Bewerbungen für den Verkauf von Hunden und Katzen in der Union zeigten ebenfalls, dass sich illegale Händler häufig als Heimtiereigentümer ausgeben. Das Warn- und Kooperationsnetz der Union erhält eine beträchtliche Zahl von Meldungen in Bezug auf den illegalen Handel mit Hunden und Katzen, die von Händlern, die als Heimtiereigentümer auftreten, als Heimtiere beworben oder von Händlern, die als Heimtiereigentümer auftreten, innerhalb der Union verbracht werden. Diesem Muster betrügerischer Aktivitäten, bei dem Profit aus schlechten Tierwohlbedingungen geschlagen wird und das für die Verbraucher irreführend ist und Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier birgt, muss entgegengewirkt werden. In einigen Mitgliedstaaten sind bereits alle Eigentümer, einschließlich Heimtiereigentümer, verpflichtet, alle Hunde und Katzen, deren Eigentümer sie sind, zu kennzeichnen und zu registrieren, und zwar unabhängig davon, ob sie beabsichtigen, Hunde oder Katzen in Verkehr zu bringen. Die Unterschiede zwischen den einzelstaatlichen Systemen für die Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen lassen unweigerlich Raum für die illegalen Handelspraktiken, gegen die mit der vorliegenden Verordnung vorgegangen werden soll. Daher ist es notwendig, die Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten auf alle Eigentümer von Hunden und Katzen in der Union auszuweiten. Derlei Maßnahmen würden gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure gewährleisten, die am Inverkehrbringen von Hunden und Katzen beteiligt sind. Mit einem harmonisierten Rückverfolgbarkeitssystem ließe sich auch verhindern, dass Tierwohlstandards umgangen werden, und es könnte gegen irreführende und betrügerische Praktiken auf dem Markt vorgegangen werden, was die Bekämpfung des illegalen Handels mit Hunden und Katzen stärken würde.